Die klassische Druckindustrie und Big Data – ein Gegensatz ?

Viele Branchenexterne glauben, die Druckindustrie sei ein klassischer Industriezweig, der sich lediglich in einem Verteidigungskampf gegen die Folgeerscheinungen der Digitalisierung zu behaupten versucht. Weit gefehlt. Big Data hat auch in die Druckindustrie Einzug gehalten. Ein Paradebeispiel ist der deutsche Druckmaschinenhersteller Heidelberg mit seiner Big-Data-Lösung Heidelberg Cloud.

Diese beinhaltet zum einen Funktionalitäten, die dem technischen Support dienen, mit denen maschinelle Probleme „on the fly“ diagnostiziert und dann schnell und effizient behoben werden, indem ein sofortiger Serviceeinsatz ausgelöst oder eine Einbindung in die nächste Wartung eingeplant werden. Dabei überträgt die Sensorik der einzelnen Maschine technische Daten an die Big-Data-Analyseplattform, wo diese analysiert und ausgewertet werden.  Wenn sich Parameter außerhalb des Normbereichs befinden, erhält ein Servicemitarbeiter eine Meldung und leitet Servicemaßnahmen ein. Diese können per Remote-Zugriff oder durch Techniker vor Ort erfolgen.

Einen Schritt weiter geht das sog. Performance Benchmarking, bei dem die Druckleistungsparameter von 10.000 angeschlossenen und über die ganze Welt verteilten Druckmaschinen anonymisiert erfaßt, ausgewertet und dem jeweiligen Betrieb zur Verfügung gestellt werden. So können Druckbetriebe ihre Performance innerhalb ihres Marktsegments messen und nachverfolgen. Dies können z.B. Daten zur Makulatur, Rüstzeiten der Maschinen und Nettohöhe der gedruckten Auflagen sein. Abrufbar auch auf dem Smartphone oder Tablet über die MyHD App. Also: Die Druckindustrie geht mit der Zeit und nutzt die Möglichkeiten von Big Data in schon viel größerem Maßstab als viele denken. Eine Entwicklung, die weiter voranschreiten wird.

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