Adobe CC und die Alternativen

Seit 2017 sind Nutzer von Adobe-Produkten darauf angewiesen, das Abo-Modell ‚Creative Cloud‘ zu nutzen, wenn sie mit aktuellen Programmversionen von Adobe arbeiten wollen. Dies betrifft alle Programme von Adobe, von der Bildbearbeitung, DTP-Anwendungen über Fotosoftware bis hin zu 3D- und VR-Programmen. Man kann hier einzelne Applikationen für € 23,79 , das Bundle für € 59,49 oder ein Fotografiepaket für € 11,89 beziehen. Für größere Unternehmen und Agenturen gibt es spezielle Angebote.

Die letzte Non-Abo-Version war die Creative Suite CS6 vom Mai 2012, die noch bis Januar 2017 formal vertrieben wurde. Die erste Version der Creative Cloud erschien im Juni 2013, damals noch parallel zur käuflich erhältlichen Creative Suite angeboten. Letztendlich ist man als professioneller Anwender gezwungen, früher oder später das Abomodell in Anspruch zu nehmen, weil es sonst dazu kommt, daß man Daten von Kunden mit veralteten Softwareversionen nicht mehr öffnen kann. Adobe bedient sich des Umstandes, daß man als Marktführer agiert und Kunden im Grafikbereich auf die Software angewiesen sind.

Doch wie überall: Es gibt Alternativen. Der Nachteil dieser Alternativen: Für Nutzer, die jahrelang mit Adobe gearbeitet haben, alle Shortcuts beherrschen und wissen, wo welche Funktion versteckt ist, ist es natürlich eine große Umstellung, die Zeit erfordert, bis man wieder alle Funktionen aus dem ‚Effeff‘ beherrscht. Für alle Wechselwilligen hier einige Alternativen zu Adobe-Produkten.

  1. GIMP

Ermöglicht das von Photoshop gewohnte Arbeiten mit Ebenen. Unterstützt fast alle gängigen Dateiformate. Ein Nachteil: Man kann nicht im CMYK-Farbraum arbeiten und somit keine Vorlagen für den Druck in Euroskala erzeugen. Es gibt jedoch ein Plugin, das dies ermöglicht. Preis: kostenlos

2. Magix Photo & Graphic Designer

Für Bildbearbeitung hervorragend geeignet. Unterstützt auch die Verarbeitung von RAW-Daten. Preis: € 59,99

3. Serif Photo Plus

Auch ein hervorragendes Bildbearbeitungstool, das Photoshop-Dateien (psd) öffnen kann und auch für RAW-Daten geeignet ist. Preis: Starterversion kostenlos

4. Corel PaintShop Pro

Ein bei Windows-Usern schon sehr lange bekanntes und beliebtes Programm, das immer weiter ausgebaut wurde, mittlerweile ein sehr mächtiges Tool ist und einen ähnlichen Funktionsumfang wie Photoshop besitzt. Preis: € 69,99

5. Pixelmator

Ein bei Mac-Usern beliebtes Tool für Bildbearbeitung und Grafik. Leider können keine RAW-Daten verarbeitet und keine CMYK-Daten erzeugt werden, somit ist es nicht für die Druckvorstufe geeignet. Preis: € 69,99

6. QuarkXPress

Mit € 1399,- für die Einzellizenz sehr teuer, dafür aber ein vollwertiger Ersatz für Adobe InDesign. Ein Programm, das professionellen Vorstuflern alle notwendigen Funktionen und mehr bietet.

7. Scribus

Ein Geheimtip für professionelle DTP-Grafiker. Scribus bietet annähernd die gleichen Funktionen wie InDesign und QuarkXPress. Sogar Zeitungsverlage setzen auf diese Lösung. Preis: kostenlos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.